Kilimanjaro Bildervergleich

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17.09.2019

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Inhaltsverzeichnis

1898 - 2015 : Das Kilimanjaro-Massiv

1888 - Der Kibo.1898 : Der Kilimanjaro mit Kibo und Mawenzi von Marangu aus gesehen **


2013 - Der Kibo.2015 : Der Kilimanjaro mit Kibo und Mawenzi von Marangu aus gesehen **

Zwischen den folgenden Bildern mit Sicht auf das Kilimanjaro-Masiv mit Kibo und Mawenzi liegen 117 Jahre. ... da Rüdiger aka *Goodluck* ein Panoramabild vom Kilimanjaro von Marangu aus, das er zu seinem letzten Tanzania-Besuch geschossen hat, in Kilimanjaro-Galerie gestellt hat, habe ich gleich mal nach einer analogen Sicht von vor über 100 Jahren gesucht ... und gefunden ... hier also ...

In beiden Ansichten zeigt sich der Kibo komplett ohne Neuschnee, so dass die weißen Flächen im Gipfelbereich des Kibos auf beiden Fotos jeweils Gletscherflächen darstellen. Ich denke auf diese Problematik muss man bei Gegenüberstellungsbildern stets hinweisen, denn ich kann auch Bilder aus diesem Jahr zeigen auf denen sich der Kibo bis in 4.500 m Tiefe komplett in Weiß zeigt ... (natürlich ohne Gletscherzuwachs, sondern nur durch Neuschnee) ...

1888 - 2013 : Der Kibo

1888 - Der Kibo.1888 : Der Kibo
2013 - Der Kibo.2013 : Der Kibo

Zwischen den folgenden Bildern mit Sicht auf den Kibo-Krater entlang der heutigen Marangu-Route auf etwa 4.300 m Höhe liegen 125 Jahre.

Der Kibo und der Sattel im Jahr 1988

  • Ein Holzstrich nach einem Foto von Meyer aus dem Jahr 1888 ...

Der Kibo und der Sattel im Jahr 2013

  • Ein Foto von Sylvia V. aus dem Jahr 2013 ( in der Kilimanjaro-Galerie / im Gipfelbuch ) ...

1888 - 2013 : Der Kibo

1888 - Der Kibo.1888 : Der Kibo
2013 - Der Kibo.2013 : Der Kibo
  • Dr. Hans Meyer, 1888, Blick über das Karanga Tal zum Kibo-Gipfel mit massiver Gletscherhaube ...
  • Andrew Peakock, 2013, Blick über das Karanga Tal zum Kibo-Gipfel mit gelichteter Gletscherhaube ...

1980 - 2017 : Der Furtwängler Gletscher

1980 : Der Furtwängler Gletscher
2017 : Der Furtwängler Gletscher


1937 - 2012 : Die Eisburg in der Kibo-Kaldera

1937 : Die Eisburg in der Kibo-Kaldera
2012 : Die Eisburg in der Kibo-Kaldera

Die Eisburg im Jahr 1937

  • Die Eisburg noch als gewaltiger Plateaugletscher mit verschneitem Kraterboden und Kraterrand zum Kibo-Gipfel.
  • Beim Erreichen des Kraterrandes am Gillmans Point muss die Sicht auf diese gigantischen Gletscherwände beeindruckend gewesen sein.
  • Die flacheren Gletscherteile am Eruptionskrater sind jedoch gegenüber der Sicht von 1898 bereits etwas abgeschmolzen.
  • Die "Mulde" im Vordergrund (siehe auch Karte von Klute von 1912) ist nicht mehr komplett mit Schnee und Eisblöcken des östlichen Eisfeldes gefüllt.
  • Das Gipfelbild stammt aus der Foto-Sammlung der Leipzig Mission Machame (Evangelisch-Lutherisches Missionswerk Leipzig) [1]

Die Eisburg im Jahr 2012

1945 - 2013 : Am Stella Point

1888 - Der Kibo.1945 : Am Stella Point
2013 - Der Kibo.2013 : Am Stella Point

Am Stella Point im Jahr 1945

  • Ein seltenes Bilddokument eines anonymen britischen Soldaten, der während seiner Dienstzeit in der RAF den Kibo mit Kameraden bestiegen hat. Für den ungeübten Bildbetrachter fehlt hier jede Bezugsgröße, um die Dimensionen des Rebmann-Gletschers einschätzen zu können. Im Vergleich mit dem folgenden Bild kann das dann doch gelingen, da hier das Gipfelschild am Stella Point und Personen zu sehen sind, die gerade vom Barafu-Camp aus aufsteigen.

Am Stella Point im Jahr 2013

  • Ein nicht ganz so seltenes Bilddokument und hier in der Forum-Galerie zu finden. Der Rebmann-Gletscher ist um einiges zurückgewichen und hat so den Weg vom Barafu-Camp zum Stella Point frei gemacht. Statt der Eis- und Schneemassen, die 1945 noch bis an den unmittelbaren Kraterrand lagen und eine Besteigung nur über die Scharte am Gillmans Point zuließ, ist jetzt der Machme-Trail durch jede Menge Lava-Asche-Geröll zu sehen.

1968 - 2013 : Der Stufengletscher

1968 : Der Stufengletscher
2013 : Der Stufengletscher

1968

  • Der Stufengletscher zum Zeitpunkt seiner Entstehung aus dem östlichen Eisfeld.
  • Das östliche Eisfeld reicht als durchgehendes Gletscherfeld bis zum Gillmanns Point. Es wird nur unterbrochen durch die Meyer-Scharte und die Johannes-Scharte.
  • Die geschlossene Oberfläche des östlichen Eisfeldes beginnt sich durch Sublimation und Kasskadenbildung aufzulösen. Der Stufengletscher entsteht.

2013

  • Als Rest des Stufengletschers sind nur noch die Reste der Sphinx zu sehen.
  • Auf dem Kraterboden liegen noch einzelne Schneefelder.

1912 - 2018 : Das Südliche Eisfeld

1912 - 2018 : Das Südliche Eisfeld

1906 - 2014 : Der Große Penck Gletscher

1906 - West-Bresche am Kibo mit Großem und Kleinem Penck Gletscher
2014 - West-Bresche am Kibo ohne Großem und Reste vom Kleinem Penck Gletscher

1906

  • Zwischen den Aufnahmen der folgenden Panoramen der West-Bresche (Western Breach) am Kibo liegen 108 Jahre Glescherverfall.
  • Auf dem Bild von 1906 reicht die gewaltige Zunge des gesamten Penck Gletschers noch weit talwärts (bis auf ca. 4.750m).

2014

  • Auf dem Bild von 2014 ist der Große Penck Gletscher komplett verschwunden. Es sind nur noch die Reste des Kleinen Penck Gletschers zu sehen.

1930 - 2017 : Das Nördliche Eisfeld

1930 - 2017 : Northern Icefield

1930

Rüdiger aka *Goodluck* aus dem Kilimanjaro-Forum hat in seinem neuen Gipfelbucheintrag ( Eintrag Nr. 386 ) Bilder von einer Flugumrundung des Kibos veröffentlicht, die sehr stark an die ersten Flugbilder des Kilimanjaros von dem Schweizer Flugpionier Walter Mittelholzer aus dem Jahr 1930 erinnern. Wir haben die Bilderpaare dann mal als Gegenüberstellung zusammengefasst und so sieht man sehr deutlich den Gletscherschwund am Kilimanjaro von 1930 zu 2017, also in den letzten 87 Jahren. Auf dem ersten Gegenüberstellungsbild sind jeweils das Nördliche Eisfeld mit dem Credner-, dem Drygalski- und dem Großen- sowie Kleinen Penck-Gletscher zu sehen. Hier stechen auf dem 2017er Bild die Reste des Kleinen Penck-Gletschers ins Auge, die sich an der gewaltigen Abbruchkante seit 1930 gehalten haben. Die anderen Gletscher des Nördlichen Eisfeldes habe sich komplett bis auf den Kraterrand zurückgezogen.

2017

1930 - 2017 : Die Westliche Bresche

1930 - 2017 : Western Breach

1930

  • Das zweite Gegenüberstellungsbild zeigt jeweils die Große Kibo-West-Bresche mit dem Uhlig- und Breschen-Gletscher sowie das Südliche Eisfeld. Hier sticht besonders der Diamond-Gletscher ins Auge, der sich im Verhältnis zur allgemeinen Gletschersituation bis 2017 nur gering verkleinert hat. [3]

2017

1926 - 2017 : Afterglow on Kibo

1926 - 2017 : Afterglow on Kibo

1926 - 2017 "AFTERGLOW ON KIBO"

  • Inspiriert durch das stimmungsreiche Gemälde "AFTERGLOW ON KIBO" von Eva Stuart-Watt aus dem Jahr 1926, das sie in ihrem Buch "Africas Dome of Mystery" über ihre Besteigung des Mount Kilimanjaro veröffentlicht hat und eine aktuelle Aufnahme von Tusker-Webcam vom 20.06.2017 - 17:55 Uhr, die fast die gleiche Situation des Gipfelglühens am Kibo durch die im Westen unmittelbar untergehende Sonne zeigt, habe ich dieses Kilimanjaro-Gegenüberstellungsbild für das Kilimanjaro-Wiki zusammengestellt. Die Sicht auf den Kibo erfolgt bei beiden Bildern aus der im Süd-Osten am Fuß des Kilimanjaro liegenden Stadt Moshi. Die im Gemälde fast surreal wirkende Situation des Glühens, wird hier durch das aktuelle Webcam-Bild als eine reale Situation bestätigt. Darüber hinaus zeigt diese Gegenüberstellung in beeindruckender Weise den Gletscherrückgang am Kilimanjaro, speziell am Südlichen Eisfeld mit Ratzel Gletscher (bereits komplett verschwunden), Rebmann Gletscher, Decken Gletscher und Kersten Gletscher ...

1984 - 2018 : Der Kibo von Nord-West

1984 : Der Kibo von Nord-West
2018 : Der Kibo von Nord-West

1984

2018

2017 - 2018 : Der massive Schneefall am Kibo

22.08.2017 : Kibo ESA-Sentinel-2-Image
29.05.2018 : Kibo ESA-Sentinel-2-Image

2017

2018

Quellen

  1. digitallibrary.usc.edu, Die Kilimanjaro-Bilder des Evangelisch-Lutherisches Missionswerk Leipzig
  2. Mount Kilimanjaro Gipfelbuch - Eintrag Nr. 240
  3. Mount Kilimanjaro Gipfelbuch - Eintrag Nr. 386 von Rüdiger Achtenberg

Artikel bearbeitet durch :

  • --Detlev 10:00, 28. Dez. 2018 (CEST)


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